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©INSTITUT FÜR KUNSTTHERAPIE BERLIN-BRANDENBURG
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Das Symposium für Kunsttherapie in Kala Nera,

das sich mit Leben und Werk des Volksmalers Theofilos beschäftigte, ist erfolgreich zu Ende gegangen . Die Gemeinde Milies hat in Zusammenarbeit mit dem INSTITUT FÜR KUNSTTHERAPIE BERLIN-BRANDENBURG zum zweiten Mal das Symposium für Kunsttherapie beherbergt, das am 11. September zu Ende ging. 18 Kunsttherapeuten unter der Leitung des Professors der Universität Köln, Dr. Peter Rech, (Vorstandsmitglied der DGKT) und der Leiterin des Instituts, Dr. Elke Reinhardt, untersuchten u.a. psychische Phänomene in Leben und Werk des populären griechischen Malers Theofilos – sowohl in speziellen Arbeitskreisen des Workshops als auch bei Museumsbesuchen sowie Gesprächen mit Künstlern über Theofilos und seine Bedeutung für den Pilion und ganz Griechenland.



Warum Milies?.... Freud und die Mythologie

Die Organisatoren erklärten, sie hätten nicht zufällig die Gemeinde Milies zur Durchführung ihres Workshops gewählt. Prof. Dr. Rech verwies diesbezüglich in einem Pressegespräch darauf, dass die Mythen dieses griechischen Landstrichs und deren Verarbeitung im antiken Theater untrennbar mit dem Wirken des großen Sigmund Freud verbunden seien. Dieser habe sich bei der Entwicklung der Psychoanalyse speziell auf Krankheitssymptome konzentriert, die in den Figuren der griechischen Mythen analysierbar seien (Ödipus, Elektra, Medea, Narziss u.a.). Diese Symptome träten auch in der modernen Welt auf, der Therapeut müsse sie prototypisch kennen, einordnen und behandeln können. Er sei berufen, diese von der Bühne zu heben – also nicht künstlerisch–kulturell zu betrachten – und sie zum Verständnis der psychischen Probleme der Patienten (und natürlich seiner eigenen psychischen Probleme) zu nutzen. Die Kenntnis der griechischen Mythen könne also orten und verstehen helfen, was den Patienten quält. Sicherlich sei das ein komplizierter Prozess, wenn man berücksichtigt, dass viele Symptome – für den Patienten unbewusst – ihre Ursachen in der Kindheit oder sogar in seiner embryonalen Entwicklungsphase haben. Die Leiterin des Instituts für Kunsttherapie Berlin – Brandenburg, Dr. Elke Reinhardt, sagte, die Workshopteilnehmer hätten sich in der Gemeinde Milies sehr heimisch gefühlt. Das und die inspirierende künstlerische Atmosphäre des Ortes seien Gründe genug, den 3. Workshop des Instituts für Kunsttherapie Berlin – Brandenburg wieder hier durchzuführen. Er wird vom 01. bis 10. September 2009 stattfinden. Der Bürgermeister von Milies gratulierte den Gästen zu dieser Entscheidung. Er sei davon überzeugt, dass das Symposium auch im kommenden Jahr ein wissenschaftliches Ereignis von internationaler Bedeutung sein und zur Entwicklung der für unsere Gegenwart so wichtigen Kunsttherapie beitragen werde.

Quelle: Die in Zentralgriechenland erscheinende Tageszeitung „Thessalia“ vom 15.09.08

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